Drei Linden (Brandenburg, 2015)

Vor etwa 15 Jahren wurde im weiten Übergang von Berlin und Brandenburg ein Stück Kiefernwald gerodet, um Platz für neue Häuser zu machen. Nur drei Linden blieben stehen – im Abstand von wenigen Metern zueinandern und im dichten Kiefernwald geerade gewachsen ohne nennenswerte Seitenäste bis hinauf in die Krone. Dort zwischen diesen Linden sollte in einigen Metern Höhe für die Kinder des Hauses ein Baumhaus enstehen und für die ganze Familie ein Platz auf der Terrasse für das Sonntagsfrühstück.

Die drei Stämme eigneten sich hervorragend für eine ausschließlich hängende Konstruktion, die gerade noch niedrig genug war, um mit einer einzelnen Wangentreppe aus unbesäumten Lärchenbohlen direkt bis auf die Plattform zu gelangen aber hoch genug, um den Platz im Garten nicht zu behindern sondern mit einer grossen Schaukelbank noch weiter zu gestalten.

Dem Hausherren gefiel unsere Plattform so gut, dass wir mit dem Haus nicht mehr bis zum nächsten Frühling warten sollten, sondern noch im Oktober es fertig bauen konnten: in der Werkstatt vormontiert, wieder zerlegt und vor Ort endgültig aufgebaut und mit einem Kupferdach formvollendet gedeckt.

Ob es nun tatsächlich mehr von den Kindern als Ort zum Spielen oder doch für die Eltern als Ort der Ruhe und des Rückzugs genutzt wird bleibt abzuwarten, ein Foto von der sonntäglichen Familie mit der Überschrift “Frühstück im Paradies” gab es bereits nach ein paar Tagen für uns. Vielen Dank und viel Vergnügen!