Design und Technik der Baumhäuser

baumhaus bau

 

 

 

 

An dieser Stelle ein paar Tipps und Ideen, die sich beim Bau eines Baumhauses als nützlich erweisen könnten.

 

Einen Überblick unserer vielfältigen Baumhäuser

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Hochziehen des Baumhaus Plateaus

 

Nun — wie baut man so ein Baumhaus?

 

Als wir Kinder waren musste uns beim Baumhausbauen das genügen, was rum lag und sonst nicht gebraucht wurde: ein paar Bretter, ein Sack Nägel und vielleicht noch ein bisschen Seil für die Strickleiter.

Eigentlich sollte es heute nicht anders sein und von niemandem darf man sich den Spaß verderben lassen ohne Architekten, Statiker und Bauamt seinen Träumen in luftiger Höhe Ausdruck zu verleihen und das Baumhausbauen so zu leben wie man es will .

Nur stellt man schnell fest, dass auch ein kleines Baumhaus schon eine Menge Arbeit und eventuell auch Geld benötigt und deswegen mancher Traum durch ein bisschen Mehr an Planung länger und schöner erlebt werden kann.

 

baum habitus

 

Der Habitus

 

Das wichtigste beim Baumhausbau ist unserer Meinung nach der Habitus. Das bedeutet, die Art und den Charakter des Baumes nicht zu stören, sondern im Idealfall sogar zu ergänzen. Ein Baumhaus sollte sich so in den Baum einfügen, als hätte der Baum es selber gebaut. Das bezieht sich natürlich nicht nur auf das Design und die Größe, sondern vor allem auch auf die zusätzlichen Belastungen durch Gewicht und Windangriffsfläche.
Es geht eben nicht darum, neben einem Baum ein Stelzenhaus zu errichten, sondern mit dem Baum zu planen um dann umso sicherer und schöner in ihm zu wohnen.

 

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Der Baum

 

Lebende Bäume sind unerreichte statische Wunder an Stabilität und Flexibilität. Sie können sich in kurzer Zeit veränderten Belastungen anpassen und durch entsprechendes Wachstum auf neue statische Anforderungen reagieren. Das bedeutet, dass auch viele Bäume stark genug sind, denen man es nicht ohne weiteres zutrauen würde. Aber wenn man die Wahl hat, sollte man sich für vollständig gesunde und möglichst ausgewachsene Bäume entscheiden. Gut sind Bäume, die Wunden schnell verschließen können und bei Gabelungen sind U-Gabelungen geeigneter als V-Gabelungen, da sie eine bessere Anbindung haben.

Schlecht sind Flachwurzler, wie etwa Pappel und Silberbirke, da sie durch die neue Windlast leichter umfallen könnten.

 

Das ergibt als Idealbaum eine ausgewachsene aber noch nicht zu alte Eiche oder Buche ohne signifikante Anzeichen von Krankheiten. Auch Linden, Weiden, Eschen oder Kastanien können gut geeignet sein. Genauso viele Nadelbäume. Ist ein Baum zu klein kann die Last vielleicht auf mehrere verteilt werden. Der kritische Blick eines Baumfachmanns sollte dabei auf jeden Fall zugelassen werden.